Jörg Viebahn beim Saisonfinale Nürburgring Langstrecken-Serie – Mit dem zehnten Lauf, der 1. NLS Sportwarte-Trophy, endete die Nürburgring Langstrecken-Serie 2025 (NLS). Jörg Viebahn erlebte einen frustrierenden Abschluss einer mehr als unglücklichen Saison in der Eifel. Viebahn: „Wir hatten viele Reifenschäden und weitere Ausfälle durch technische Probleme. Das letzte Rennen lief gut und wir waren auf dem besten Weg, das Jahr mit einem Klassensieg und damit einem Erfolgserlebnis zu beschließen. Aber dann haben wir den fast sicheren Erfolg wenige Runden vor Schluss noch weggeworfen.“
Der Gummersbacher fuhr wie immer in diesem Jahr in der Eifel für Prosport Racing einen Aston Martin Vantage GT4, Partner waren der Chilene Benjamin Hites und der Deutsche „Alboretto“. Das Team startete diesmal in der Klasse SP8T. Viebahn: „Dort waren deutlich mehr Starter als in der SP10.“
Das Training am Morgen fand bei guten Bedingungen statt. Es war wolkenverhangen und kühl, aber trocken. Viebahn: „Gute Voraussetzungen für schnelle Rundenzeiten. Kollege Hites ist die beste Runde der Saison gefahren. Ich konnte nicht nachlegen, da ich gelbe Flaggen hatte und abbrechen musste.“ Trotzdem reichte es nur für Platz 5 in der Klasse, was aber Startposition 24 im knapp 100 Fahrzeuge starken Feld bedeutete. Viebahn: „Die BMW und Mercedes in unserer Klasse hatten mehr Power und waren auf der Strecke deutlich stärker.“
Hites fuhr den Start. Nach Rennbeginn verschlechterten sich die äußeren Bedingungen. Zunächst setzte an verschiedenen Streckenabschnitten leichter Nieselregen ein, der dann immer stärker wurde. Als der Gummersbacher übernahm, waren die Bedingungen reif für Regenreifen. „Eine richtige Entscheidung. Wir konnten unseren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Als ich wieder ausgestiegen bin, hatten wir in der Klasse fast zwei Minuten Vorsprung und lagen in den Top20 der Gesamtwertung.“
Hites konnte anschließend den Vorsprung halten, auch als sich die Streckenbedingungen wieder verbesserten. So machte sich im Team schon Zuversicht auf den ersehnten Erfolg breit, die sich aber schnell in Frustration umwandelte, als Schlussfahrer „Alboretto“ in seiner zweiten Runde auf eine noch feuchte Stelle kam und den Aston Martin spektakulär verlor.
Viebahn: „Wir haben viel richtiggemacht. Bei den schwierigen Bedingungen waren wir schnell und fast immer mit den richtigen Reifen unterwegs. Wir haben keine Fehler gemacht und lagen deshalb komfortabel vor der Konkurrenz. Bis halt kurz vor Schluss unser letzter Fahrer einen kleinen Fehler eingebaut und den Wagen ins Aus befördert hat. Das war sehr frustrierend. Insgesamt war es keine gute Saison. Im nächsten Jahr kann es nur besser werden.“



