15 Minuten fehlten zum optimalen Saisonauftakt

Jörg Viebahn schied nach 23 Stunden und 45 Minuten bei den 24h Dubai aus

Der Saisonauftakt 2017 von Jörg Viebahn gestaltete sich äußerst turbulent. Beim 24-Stunden-Rennen in Dubai schied der Engelskirchener 15 Minuten vor dem Fallen der Zielflagge nach einem Unfall aus. „In der 520. Runde ist am Ende der Zielgeraden unvermittelt die Bremsscheibe vorne links gebrochen. Ich war gerade mit Tempo 260 unterwegs, der Einschlag in die Reifenstapel war recht heftig. So kurz vor Schluss noch auszufallen war total frustrierend. Aber zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Wir hatten nach großen Kampf den zweiten Platz in der hart umkämpften GT4-Klasse sicher und lagen in der Gesamtwertung auf Rang 27.“

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Viebahn startete auf einem Porsche Cayman PRO4 von PROsport Performance in der Klasse SP3-GT4. Seine Teamkollegen waren Arno Klasen und Jan Kasperlik sowie der Belgier Nico Verdonck. In Dubai waren erneut über 90 Fahrzeuge am Start, darunter knapp 30 GT3-Fahrzeuge. In der GT4-Klasse fuhren 18 Autos. „Wir waren in diesem Jahr gut aufgestellt. Der Porsche war zuverlässig und schnell, die Fahrerpaarung sehr ausgeglichen.“

In den Trainingssitzungen stellte sich dann aber schnell heraus, das die Ginetta und der neue Nissan von der Leistungseinstufung her deutlich im Vorteil waren. Das Quartett konzentrierte sich deshalb darauf, den Wagen für das Rennen optimal vorzubereiten. Nach dem Zeittraining stand der Prosport-Cayman mit einer Rundenzeit von 2.11,000 Minuten auf Startposition 9 in der Klasse und Rang 56 im Starterfeld. „Wir waren immerhin der zweitschnellste Porsche in der Klasse und am Ende optimistisch, im Rennen unter die besten Drei zu kommen.“

Viebahn fuhr den Start. Obwohl es auf der Strecke sehr voll war, kam der Engelskirchener gut ins Rennen. „Wir haben dann aber Zeit verloren, da wir aufgrund von Funkproblemen bei den ersten Stopps Pech hatten und zum falschen Zeitpunkt an die Box gekommen sind.“ So lag der Porsche zu Beginn nur auf Rang 70 im Gesamtklassement und Platz 10 in der Klasse.

Anschließend arbeitete sich das Quartett mit konstant schnellen Rundenzeiten kontinuierlich nach vorn. Zur Halbzeit der 24 Stunden lag der Prosport-Porsche dann auf Rang 5 der Klasse und in der Nähe der Top 30 im Gesamtklassement. Viebahn: „Vor dem letzten Drittel des Rennens haben wir uns dann entschlossen, noch einmal anzugreifen. Wir sind dann mit voller Attacke auf Angriff gefahren. Trotz der Hitze sind wir bis zum Schluss schnelle Rundenzeiten gefahren, während die Konkurrenz am Ende doch ein wenig nachgelassen hat.“ Zu Beginn der letzten Stunde lagen Viebahn und seine Kollegen auf Rang 3 in der Klasse und Platz 28 in der Gesamtwertung.

Viebahn, der auch zum Schluss im Auto saß: „Ich konnte mich 30 Minuten vor Schluss noch auf Platz 2 in der Klasse verbessern. Dann habe ich etwas Tempo herausgenommen, da wir vor dem nächsten Konkurrenten eine Runde Vorsprung hatten, und wollte ganz entspannt nach Hause fahren. Dann ist 15 Minuten vor Schluss am Ende der Start-und-Zielgeraden die Bremsscheibe gebrochen. Ich hatte keine Chance. Ich habe das Auto eingedreht um langsamer zu werden und nicht frontal einzuschlagen. Das war frustrierend. Wir hatten lange Zeit hart gearbeitet und wurden dafür nicht belohnt. Das gesamte Team war richtig geknickt.“ Gewertet wurde der Cayman noch auf Position 6 in der Klasse und Platz 33 in der Gesamtwertung.

23 Stunden und 45 Minuten: https://youtu.be/lU3qDl16Xmw

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