Ein schwieriges Wochenende in Belgien

Jörg Viebahn startete GT4 European Series in Zolder mit Audi R8 LMS GT4

„Wir haben sehr schnell gemerkt, dass uns noch einige Testkilometer fehlen. Deshalb konnten wir nur versuchen, den Schaden möglichst gering zu halten. Das ist uns einigermaßen gelungen“, stellte Jörg Viebahn am Ende des Auftaktwochenendes der GT4 European Series in Zolder (Belgien) fest. Der Engelskirchener fuhr mit seinem neuen Partner John-Louis Jasper in einem Audi R8 LMS GT4 von Phoenix Racing. Im ersten Rennen gelang mit Platz drei in der Pro-Am-Klasse noch der Sprung aufs Podium. Im zweiten Lauf reichte es nur zu Platz sieben.

Bereits im freien Training war für Viebahn klar, dass die Abstimmung des Audi noch lange nicht optimal war. „Wir haben zwar zweimal vor der Saison getestet, aber jeweils bei nassen Bedingungen. Im Trockenen fehlt noch die Balance. Der Audi ist ein gutes, aber schwer zu fahrendes Auto. Wenn die Abstimmung nicht einhundertprozentig passt, verliert man auf der Strecke wertvolle Zeit.“

Im Qualifying stellten Viebahn/Jasper den Audi für die beiden GT4-Rennen auf die Startplätze 11 und 13, in der Pro-Am-Klasse bedeutete dies jeweils Platz 3.Im ersten Rennen lief es für das Duo fast nach Plan. Im 44 Autos großen Starterfeld konnten Viebahn/Jasper nahezu über die gesamte 1-Stunden-Distanz ihre Position halten. Am Ende reichte es dann zu Rang 13, dem dritten Platz in der Klasse. Viebahn: „Mehr war nicht möglich. Wir konnten im Rennen nicht angreifen, sondern mussten uns darauf beschränken, unseren Platz zu halten.“

Im zweiten Lauf gelang dies nicht, da es zusätzlich einige Probleme gab. Beim obligatorischen Fahrerwechsel zur Hälfte der Renndistanz wurde der Audi in der Boxengasse blockiert. Viebahn: „Wir haben fast 14 Sekunden dadurch verloren. Zudem war mein Gurt lose, deshalb musste ich mich während der Fahrt nochmals anschnallen, was zusätzlich Zeitgekostet hat. Dadurch sind wir im Klassement weit zurückgefallen.“

So blieb an Ende nur Platz 19 und der siebte Platz in der Pro-Am-Wertung. „Das war sicherlich nicht das Resultat, was wir uns vorgestellt hatten“, so Viebahn, „bis zur nächsten Veranstaltung mussen wir nun auf jeden Fall testen und weiter am Auto arbeiten. Wir haben aber gezeigt, dass wir mithalten können und mit einem besser abgestimmten Audi auch siegfähig sind.“

 

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