Optimale Ausbeute auf dem Hungaroring

Jörg Viebahn stand bei der GT4-EM in Ungarn zweimal auf dem Podium

„Das war ein optimales Rennwochenende. Den ersten Lauf konnten wir souverän gewinnen und beim zweiten Rennen standen wir als Dritte erneut auf dem Podium“, freute sich Jörg Viebahn nach der fünften Veranstaltung der GT4 European Series auf dem Hungaroring (Ungarn). Gemeinsam mit seinem Teampartner Peter Terting (Köln) baute er die Tabellenführung in der GT4-Europameisterschaft aus. Viebahn: „Wir fahren jetzt mit einer guten Ausgangsposition zum Finale nach Zandvoort.“

Das Rennwochenende auf der ungarischen GP-Strecke hatte bereits in den freien Trainings gut begonnen. Viebahn/Terting gehörten mit dem Porsche Cayman PRO4 GT4 von PROsport Performance von Beginn an zu den Schnellsten. „Der Kurs kam unserem Cayman entgegen. Die Geraden führen dort alle bergab, sodass unser Leistungsnachteil keine Rolle gespielt hat. Zudem mag ich die Strecke. Wir haben uns sogar ein wenig zurückgehalten, um nicht in unserer Leistung noch weiter beschnitten zu werden.“

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Im Zeittraining für die beiden Rennen stellte das Duo den Porsche auf die Startplätze zwei und vier. „Damit waren wir sehr zufrieden. Wir wollten nicht unbedingt schneller sein, um die Konkurrenz in Sicherheit zu wiegen.“ Viebahn fuhr im ersten Rennen von Position zwei los. Kurz nach dem Start übernahm er die Führung, die er allerdings nicht lange halten konnte. Viebahn: „Der Maserati war einfach zu stark, auf den Geraden ist er mir einfach weg gefahren.“ Als der Führende dann mit einem Reifenschaden zurückfiel, konnte Viebahn den Porsche Cayman als Spitzenreiter beim Pflichtboxenstopp an Terting übergeben. Der Kölner hatte anschließend keine Schwierigkeiten das Rennen nach Hause zu fahren. Im Ziel hatte das PROsport-Auto knapp acht Sekunden Vorsprung. „Ein perfektes Rennen, mit konstant schnellen Rundenzeiten. Das hat Spaß gemacht.“

Terting startete zum zweiten Rennen als Vierter. Schnell konnte er seine Position verbessern und auf Platz zwei vorfahren. Mit dieser Platzierung fuhr er dann auch zum Boxenhalt vor und übergab an Viebahn, der anschließend zwei Plätze verlor. „Ich hatte ein massives Bremsproblem. Zum Glück gab es eine Safetycar-Phase, in der sich die Bremsen erholen konnten. Anschließend bin ich dann taktisch gefahren, habe mich aus allen herausgehalten und meine Position gehalten.“ Da um Viebahn herum teilweise recht wild gefahren wurde, was zahlreiche Ausrutscher und Strafen nach sich zog, endete der Cayman schließlich mit Rang drei erneut auf dem Podium. „Es war richtig am Ende kein unnötiges Risiko mehr einzugehen. Die beiden Maserati konnte ich eh nicht halten und der Rest hat sich selbst eliminiert.“

Nach Ungarn führen Viebahn/Terting mit großem Vorsprung vor ihren Teamkollegen von PROsport Performance Nicolaj Möller Madsen und Andreas Patzelt. „Wir haben in Ungarn unser Wunschergebnis eingefahren. Wir haben insgesamt 40 Punkte gesammelt und einen guten Vorsprung auf die Konkurrenz. Unsere Chancen auf den EM-Titel sind recht groß. Doch wir müssen bei den letzten beiden Rennen in den Niederlanden wenigstens noch ein vernünftiges Resultat einfahren.“

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Ergebnisse Hungaroring

Rennen 1

  1. Jörg Viebahn/Peter Terting (beide D)             Porsche Cayman PRO4 GT4
  2. Simon Knap/Rob Severs (beide NL)             Ekris M4 GT4
  3. Ricardo van der Ende/Bernhard van Oranje (beide NL) Ekris M4 GT4

 

Rennen 2

  1. Luca Anselmi/Patrick Zamparini (beide I) Maserati GranTurismo GT4
  2. Mauro Calamia/Giuseppe Fascicolo (CH/I) Maserati GranTurismo GT4
  3. Jörg Viebahn/Peter Terting (beide D)             Porsche Cayman PRO4 GT4

 

GT4-Europameisterschaft (nach 7 Rennen)

  1. Jörg Viebahn/Peter Terting (beide D) Porsche Cayman PRO4 GT4  129,5 Punkte
  2. Andreas Patzelt (D)/Nicolaj Möller-Madsen (DK) Porsche Cayman PRO4 GT4 100 Punkte

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