Sieg am Ring und Topplatzierungen in Zandvoort

Fast die maximale Ausbeute für Jörg Viebahn

Es wurde das erwartet anstrengende Wochenende für Jörg Viebahn. Die Starts beim fünften Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und bei der zweiten Veranstaltung der GT4-Europameisterschaft in Zandvoort zu organisieren, kosteten schon etwas Mühe. Aber letztlich war die Aktion von Erfolg gekrönt, auf dem Nürburgring gab es den erhofften Klassensieg, in Zandvoort reichte es zweimal zu Position zwei. Viebahn: „Ich habe an diesem Wochenende fast das Maximum herausgeholt und die guten Ausgangspositionen in beiden Meisterschaften gefestigt.“

Der Auftakt für das lange Wochenende fand in Zandvoort statt. Beim freien Training der GT4-EM am Freitag war Viebahn mit seinem niederländischen Partner Bertus Sanders, wieder unterwegs wie im Vorjahr mit dem Porsche GT4 von PROsport Performance, mit Abstand das schnellste Team. Viebahn: „Hier hat sich meine Vorbereitung mit der Teilnahme an den 12 Stunden von Zandvoort bezahlt gemacht. Mittlerweile fühle ich mich in Zandvoort wohl und bin deutlich schneller geworden.“ Der erste Rückschlag ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Bei Qualifying brach in der ersten Runde die Hinterradaufhängung, dadurch blieb dem Duo in beiden Rennen jeweils nur der letzte Startplatz.

 

Zandvoort 4 juli 2014. Zandvoort Masters 2014. Foto© Justin van Densen

Der Auftritt mit dem Porsche Cayman S auf dem Nürburgring brachte ebenfalls einige Schwierigkeiten. Das PROsport-Auto für die Klasse SP6 teilte er sich mit Andreas Patzelt (Troisdorf), Marko Stipp (Herford) und Moritz Kranz (Wimbach). Viebahn: „Ich hatte auf meiner Trainingsrunde Probleme mit dem Benzindruck, anschließend wurde die beste Runde gestrichen, weil wir an einer Unfallstelle zu schnell waren.“ So blieb am Ende nur Startposition sechs in der Klasse.

Da zahlreiche Teams an derselben Unfallstelle zum Teil viel zu schnell gewesen waren, bestrafte die Rennleitung weit mehr als 40 Fahrzeuge. Da das viel Zeit in Anspruch nahm, wurde der Start immer wieder verschoben. Darauf konnte Viebahn nicht warten, denn er musste rechtzeitig zum Start des ersten GT4-Rennens um 16.50 Uhr in Zandvoort sein. Obwohl er nicht zum Einsatz kam, kassierte er aber in der Langstreckenmeisterschaft wertvolle Punkte für den Klassensieg in der SP6. Einerseits dominierte der Cayman die Klasse und siegte mit fast vier Minuten Vorsprung, andererseits verfügte die Rennleitung, dass bei dem verkürzten Rennen nicht alle gemeldeten Fahrer zum Einsatz kommen mussten.

Auf der niederländischen Traditionsrennstrecke wurde pünktlich gestartet. Viebahn kam glänzend weg, überholte zahlreiche Konkurrenten und kam als Fünfter aus der ersten Runde zurück. Anschließend arbeitete er ich kontinuierlich weiter nach vorn und übernahm nach zehn Runden die Führung, die er bis zum Fahrerwechsel noch ein wenig ausbaute. Viebahn: „Es ist sehr gut gelaufen. Da wir im Qualifying fast nicht gefahren sind, waren unsere Reifen wie neu, das hat sicherlich geholfen.“ Sanders konnte die Spitzenposition nicht halten. Nach dem er sich zweimal verschaltet hatte, übernahm der Niederländer Ricardo van der Ende im einem BMW die Führung, die er bis ins Ziel verteidigte.

Zandvoort 4 juli 2014. Zandvoort Masters 2014. Foto© Justin van Densen

In Rennen zwei fuhr Viebahn den zweiten Turn. Er übernahm den Porsche auf Position sechs. „Leider wurde mein Partner lange blockiert, sodass ich auf die Spitze mehr als 14 Sekunden Rückstand hatte. Das war unglücklich.“ Die Aufholjagd brachte den Engelskirchener noch bis auf Rang zwei vor. Viebahn: „Schade, das Rennen war zu kurz. Mir haben zwei Runden gefehlt, dann hätte ich noch den Sieg geholt. Wir waren mit Abstand das schnellste Auto im Feld.“

Trotzdem war er mit dem Abschneiden an diesem Wochenende zufrieden: „Zwei zweite Plätze nach dem verpatzten Qualifying in Zandvoort waren schon in Ordnung. Auch über das Ergebnis vom Nürburgring kann ich mich freuen. Jetzt hoffe ich auf den nächsten GT4-Lauf in Spa-Francorchamps, denn das ist eine Porsche-Strecke.“

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