Triumph in Australien

GT4-Klassensieg und 23. Gesamtrang für Jörg Viebahn bei den 12h von Bathurst 

„Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber umso schöner war das Gefühl zum Schluss, es geschafft zu haben“, freute sich Jörg Viebahn nach dem 12-Stunden-Rennen von Bathurst (Australien). Auf einem Porsche Cayman PRO4 von PROsport Performance gewann er gemeinsam mit Max Braams (Niederlande), Nicolaj Møller Madsen (Dänemark) und Harrison Jones (Australien) die GT4-Klasse und belegte im Gesamtklassement einen glänzenden Rang 23.

„Wir hatten fast das gesamte Rennen einen Zweikampf mit einem KTM X-Bow GT4, der auch höllisch schnell war. Mehrfach hat die Führung gewechselt. Als der KTM zwei Stunden vor Schluss mit technischen Problemen ausgefallen war, konnten wir endlich entspannt ins Ziel fahren. Am Ende hatten wir drei Runden Vorsprung auf die Konkurrenz“, erläuterte Viebahn im Ziel. Der Porsche des Engelskirchener lief fast problemfrei und hatte zwischenzeitlich nur ein kleineres Problem mit den Bremsen. „Der Verschleiß auf diesem Berg- und Talkurs in Australien war doch höher als erwartet. Deswegen mussten wir einmal die Beläge wechseln. Das hat aber nicht allzu viel Zeit gekostet“, so Viebahn.

12h Bathurst 2017; 03.-05. Februar

Das PROsport-Quartett zeigte sich von Beginn der Veranstaltung an konkurrenzfähig. „Wir waren in allen Trainings bei den Schnellsten unserer Klasse. Wir haben uns aber hauptsächlich darauf konzentriert, das Auto optimal auf das Rennen vorzubereiten.“ Probleme gab es ausgerechnet vor dem Qualifying. Da die Tankanlage in der Box repariert werden musste, wurde der Porsche zu spät vor dem entscheidenden Zeittraining betankt. Viebahn: „Das war ein Regelverstoß und deshalb wurden unsere Zeiten gestrichen. Wir mussten vom letzten Startplatz ins Rennen gehen.“

Viebahn, der den Start fuhr, hatte aber keine Probleme sich schnell an die Spitze der Klasse zu setzen. „Nach drei Stunden haben wir die Klasse angeführt, aber der KTM war bereits dicht dran.“ In der Folge entwickelte sich dann der spannende Zweikampf. „Es war ein toller Fight, aber auch extrem anstrengend. Denn die Temperaturen waren in Australien sehr heiß. Und wir hatten im Gegensatz zu den GT3-Fahrzeugen keine Klima-Anlage im Auto“, so Viebahn, „darüber hinaus durfte man sich durch die zahlreichen schnelleren GT3-Autos auf der engen Strecke keinen Konzentrationsfehler leisten. Das hätte unweigerlich zu einem Leitplankenkontakt geführt. Zudem wurde bis zum Schluss hart um die Positionen gekämpft. Noch in der letzten halben Stunden sind drei Autos abgeflogen. Das Rennen in Bathurst ist sicherlich ähnlich hart wie die 24 Stunden auf dem Nürburgring.“

Groß war die Freude als Viebahn dann die Ziellinie überquerte. „Ein tolles Gefühl. Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr ist der Sieg natürlich ein großartiges Ergebnis.“

12h Bathurst 2017; 03.-05. Februar

 

 

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