Zielankunft mit neuem Porsche Cayman PRO4

Testeinsatz für Jörg Viebahn beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring

Das Fazit von Jörg Viebahn nach dem Ende des 45. ADAC Zurich 24h-Rennens auf dem Nürburgring war eindeutig: „Das diesjährige 24h-Rennen war für mich extrem anstrengend. Wir sind nur mit drei Fahrern angetreten. Zudem konnte Andreas Patzelt aus gesundheitlichen Gründen nur wenig fahren. Ich habe insgesamt mehr als elf Stunden hinter dem Steuer gesessen. Das war diesmal eine echte Herausforderung.“ Beim Langstreckenklassiker vor 205.000 Zuschauern waren knapp 160 Fahrzeuge an den Start gegangen.

Der Engelskirchener war in einem Porsche Cayman PRO4 von Prosport Performance unterwegs. Teamkollegen waren Peter Mamerow und Andreas Patzelt. „Der Start war ein reiner Testeinsatz, da das Auto mit einem Up-Grade-Kit für 2018 ausgerüstet war. Wir haben uns erste Erkenntnisse für die kommende Saison mit dem weiterentwickelten GT4-Fahrzeug erhofft.“

 

„Es war ein interessantes Rennen. Denn in unserer Klasse waren auch die neuen GT4-Autos von Audi und Porsche am Start. In einer anderen Klasse fuhr der neue BMW M4 GT4. Dadurch war ein direkter Vergleich möglich“, so Viebahn. Nach dem Training gab es eine erste Standortbestimmung. Viebahn: „Es war schnell klar, dass der Audi und der Porsche deutlich schneller waren. Den BMW hatten wir im Griff. Bei uns lagen die Defizite in den Bereichen der Aerodynamik und des Getriebes. Insofern war der Einsatz ein guter Test, denn wir wissen jetzt, was wir noch zu tun haben.“

Das vor der Veranstaltung ausgegebene Ziel, schnellstes GT4-Auto im Feld zu sein, war so kaum zu realisieren. Trotzdem ging Viebahn optimistisch ins Rennen. „Wir wollten mit Konstanz und schnellen Rundenzeiten Druck auf die Konkurrenz machen, und dann sehen, was möglich ist.“ Doch dieses Vorhaben ließ sich nur zum Teil umsetzen.

 

Einerseits waren die Rundenzeiten der direkten GT4-Konkurrenten von Audi und Porsche unerreichbar und andererseits hatte das Prosport-Team mit eigenen Problemen zu kämpfen. „Wir haben gut eine halbe Stunde durch eine defekte Antriebswelle verloren und durch den Ausfall von Patzelt mussten wir bis an unsere Grenzen gehen. Am Ende war ich richtig platt.“ Zwischenzeitlich versuchte Viebahn dann auch, das Optimum aus dem Wagen herauszuholen. „Ich habe einige Runden im Qualifying-Modus absolviert und bin Umläufe mit einer Zeit von 9.15 Minuten gefahren. Aber damit lagen wir immer noch deutlich hinter der direkten Konkurrenz.“

So blieb am Ende nur Rang vier in der Klasse und Platz 38 in der Gesamtwertung. Trotzdem bewertete Viebahn den Einsatz am Ende positiv: „Wir sind ohne eine einzige Feindberührung durchgekommen. Das war in diesem Feld mit über 30 GT3-Fahrzeugen nicht unbedingt zu erwarten, denn es gab viele Zwischenfälle und zahlreiche Ausfälle. Wir haben viel gelernt und wissen jetzt, welche Hausaufgaben wir machen müssen. Ich wäre zwar gern weiter vorn im Gesamtklassement gelandet, aber realistisch gesehen, war unser Abschneiden beim diesjährigen 24h-Rennen in Ordnung.“

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