Zweimal Sieger auf der Lieblingsstrecke

Jörg Viebahn bei der GT4-European Series in Zandvoort erfolgreich

Sichtlich zufrieden kehrte Jörg Viebahn von der fünften Veranstaltung der GT4 European Series der niederländischen Traditionsrennstrecke von Zandvoort zurück. „Nach einigen Schwierigkeiten im Training habe ich mit meinem Partner Jan Kasperlik in beiden Rennen eine starke Vorstellung gezeigt. Wir haben uns zweimal aus hinteren Positionen nach vorne gefahren und lagen beides Mal am Ende in der Pro/Am-Klasse vorn.“ Allerdings wurde dem Team, das mit einem Porsche Cayman GT4 CS von Allied Racing am Start, der zweite Sieg später noch aberkannt, da Viebahn bei einem Überholmanöver in der letzten Runde den Gegner berührt habe.

Das Training in Zandvoort begann mit Problemen. Viebahn: „Das Getriebe machte Schwierigkeiten. Beim Runterschalten ging der Gang erst mit einiger Verzögerung rein. Die Probleme konnten von Porsche erst zum zweiten Rennen endgültig behoben werden.“ Das verpatzte Zeittraining hatte dagegen einen anderen Grund. „Kurz vor Beginn des Qualifyings gab es einen kurzen Regenschauer. Ich habe mich für Trockenreifen entschieden, weil ich es für die richtige Wahl hielt. Doch die Strecke trocknete nicht so schnell ab wie erwartet, deshalb wären Regenreifen die bessere Entscheidung gewesen“, so Viebahn.

Deshalb musste Viebahn das erste Rennen aus Position 23 in Angriff nehmen. „Aber mit ist dann ein Wahnsinnsstart gelungen. Ich glaube, ich habe bereits in der ersten Runde elf Autos überholt“, erklärte der Engelskirchener später. Anschließend ging es weiter nach vorn. Viebahn übergab den Porsche Cayman als Vierter an Kasperlik, der diesen Platz dann bis ins Ziel halten konnte. „Damit hatten wir unsere Klasse gewonnen.“

Zum zweiten Rennen startete Kasperlik von Rang 16. Wieder konnte sich das Duo weit nach vorn arbeiten. Vor der letzten Runde lag Viebahn auf Platz acht im Gesamtklassement und Rang zwei in der Pro/Am-Klasse. Viebahn: „In einer der letzten Kurven habe ich mich dann neben den direkten Konkurrenten gesetzt und ihn anschließend überholt. Wir haben uns zwar leicht berührt, aber meiner Meinung nach, war das Manöver absolut korrekt.“ Das sah die Rennleitung allerdings nicht so und verhängte eine Zeitstrafe, die das Team weit nach hinten brachte. Das änderte aber nichts am positiven Fazit von Viebahn: „Obwohl der Porsche in der GT4-EM derzeit nicht das optimale Auto ist, konnten wir zweimal in der Spitzengruppe mithalten und die Klasse anführen. Zandvoort ist meine Lieblingsrennstrecke und es hat gut getan, mal wieder ein tolles Erfolgserlebnis zu haben. Daran hat auch die nachträglich ausgesprochene Strafe nicht geändert.“

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